Über "Eine Herzenssache"

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EINE HERZENSSACHE – Marga Spiegel und ihre Retter

 

„Eine Herzenssache“ erzählt die Geschichte der Rettung der jüdischen Familie Spiegel durch fünf Münsterländer Bauernfamilien, die unter Lebensgefahr Sigmund, seine Frau Marga mit Tochter Karin von 1943 bis 1945 auf ihren Höfen versteckten.

Damit gelang den Bauern, etwas scheinbar Unmögliches zu verwirklichen, die gesamte Familie zwei Jahre lang zu schützen und vor der Deportation zu retten. Eine einzigartige Geschichte. Marga Spiegel selbst sagt: „Wir sind die einzige jüdische Kleinfamilie in Deutschland, die als ganze gerettet wurde.“ Die Rahmenbedingungen waren gar nicht gut – die kleine Stadt Ahlen in Westfalen war damals stolz darauf, eine der ersten „judenreinen“ Städte zu sein. Die meisten Juden aus Ahlen haben die NS-Zeit nicht überlebt, auch 36 Mitglieder der Familie Spiegel sind in KZs umgebracht worden.

Im Mittelpunkt der Dokumentation ‚Eine Herzenssache’ stehen die mittlerweile 98jährige Marga Spiegel, ihre Retterin Anni Aschoff und Angehörige der übrigen beteiligten Bauernfamilien. Sie erzählen von zwei Jahren höchster Gefahr, von vielen Schwierigkeiten und immer neuen lebensrettenden Listen – und von einem für alle Beteiligten glücklichen Ende.

Eine Geschichte von Verfolgung, Courage, Hoffnung und stillen Helden.
Ihre eigene Rettung, vor allem aber die Weitergabe dieser Geschichte ist für Marga Spiegel „eine Herzenssache“.

Regie führte Petra Seeger, die im letzten Jahr mit ihrem Kino-Dokumentarfilm ‚Auf der Suche nach dem Gedächtnis’ über den Hirnforscher Eric Kandel im Kino Erfolge feierte und mit dem Bayerischen Filmpreis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde.

Marga Spiegel, heute 98jährig, lebt in Münster und erhielt im Juli 2010 für ihren unermüdlichen Einsatz als Zeitzeugin das Bundesverdienstkreuz am Bande.